Macht und Verantwortung
Ist Macht ohne Verantwortung noch Macht - oder etwas ganz anderes?

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Die soziale Welt ist geprägt von offenen oder verhüllten Machtstrukturen. Sie zählen zu den unhintergehbaren Grundbedingungen unseres Handelns. Wer vor der allgegenwärtigen Macht die Augen verschließt, läuft Gefahr, ihr anheim zu fallen - derjenigen Macht, die andere ausüben, aber auch derjenigen, die einem selbst zuteil wird.

Viele Menschen sind auf die Auseinandersetzung mit der Macht schlecht vorbereitet. Dazu trägt Machtverherrlichung ebenso bei wie ihre moralische Verteufelung. Der Nicht-Gebrauch von Macht ist freilich nicht weniger fatal als ihr Missbrauch. Das zeigt sich spätestens dann, wenn die Falschen an die Macht gekommen sind. Wer sich seiner Verantwortung entziehen will, wird dafür irgendwann zur Verantwortung gezogen.

Letztlich geht es in unserem Gespräch über "Macht und Verantwortung" um die Folgen des eigenen Tuns für sich und andere. Einige der Fragen, denen wir dabei begegnen werden: Wissen wir eigentlich, was Macht ist und wie sie funktioniert? Ist sie (wie häufig angenommen) nur eine etwas schwächere Spielart der Gewalt? Welche Vorteile bringt sie? Welche Rolle spielen die (vermeintlich) Ohnmächtigen für die Macht? Gibt es Kriterien für eine gute, verantwortungsvolle Machtausübung?

Überhaupt Verantwortung: Ist sie ohne Macht denkbar? Wie lässt sie sich von Schuld unterscheiden? Was heißt das: Verantwortung übernehmen, Verantwortung teilen, Verantwortung delegieren? Warum scheuen sich viele, neben der Macht auch die daran hängende Verantwortung "wahrzunehmen" (im doppelten Sinn)? Umgekehrt: Was treibt Menschen, Verantwortung für andere und anderes zu übernehmen? Was haben sie selbst davon?

Diesmal werden wir neben philosophischen und literarischen auch soziologische Perspektiven zu Rate ziehen, um der Vielschichtigkeit des Themenkomplexes "Macht und Verantwortung" gerecht zu werden.